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  • Anja

Das Serum in der Kosmetik – Bedeutung & Vergleich zu anderen Kosmetikgattungen


Seren sind in der Kosmetik in aller Munde. Doch was genau ist ein SERUM und wofür wird es angewendet?

 

Galten Seren bis vor kurzem noch eher als Geheimtipp in der Kosmetik, haben sie in den letzten Jahren vermehrt an Beliebtheit gewonnen und übernehmen langsam aber sicher eine wichtige Rolle in der täglichen Pflegeroutine. Was genau dahintersteckt erklären wir euch heute und beschäftigen uns dabei mit folgenden Fragen:


 

Welche Kosmetikgattungen gibt es, und wo ordne ich das Serum ein?

In der Kosmetik gibt es verschiedene ‚Kosmetikgattungen‘, die sich in ihrer Textur, Anwendung aber auch in der Nährstoffdichte teils deutlich unterscheiden.

Kosmetik-Gattung

Textur

Anwendung

Nährstoff-dichte

Cremig / gelartig / zähflüssig

Tägliche Anwendung, dient der Pflege und dem Schutz

Mittel

Flüssig, gelartig

Als Kur oder (un-) regelmäßig ergänzend zur täglichen Pflege

Sehr hoch

Sehr zähflüssig / teilweise gebunden in Stoffmasken

Unregelmäßig als Ergänzung zur täglichen Pflege, zur Nährstoffaufnahme

hoch

Flüssig / ölig / zähflüssig

Als Kur oder aber auch täglich unter der Creme, dient der Wirkstoffaufnahme

Hoch

Gelartig / zähflüssig / sandig / mit Schleifpartikel ODER flüssig (Fruchtsäure- oder Enzympeelings)

Nach Bedarf oder in regelm. Abständen (zB 14-tägig) zum Entfernen trockener, abgestorbener Hautschuppen

niedrig

Flüssig / ölig / milchig

Täglich als Basis zur Pflegeroutine, entfernt Kosmetika, Schmutz und Ablagerungen aus dem Alltag

Sehr niedrig

Flüssig / ölig

Täglich als Aufbau zur Reinigung, entfernt Kalk von der Haut (gegen Spannungsgefühl) und bereitet auf die Wirkstoffaufnahme vor

Sehr niedrig



Die Creme

So ist das wohl meistverkaufte Kosmetikprodukt überhaupt, die Creme, ein wahrer Allrounder und in der Regel wohl das Kernstück einer jeden Pflegeroutine. Der Gedanke, dass ich meiner Haut mit der Creme – im Sinne der Nährstoffzufuhr – etwas Gutes tue ist zwar richtig, jedoch hat die Creme ein deutlich breiteres Aufgabengebiet. So bleibt sie aufgrund ihrer cremeartigen Textur relativ lange auf der Haut, was sie zum idealen Schutz vor äußeren Einflüssen wie Schmutz, Staub aber auch UV-Licht macht. Zudem zieht sie nicht übertrieben schnell in die Haut ein, was eine langsamere, dafür stetige Aufnahme von Wirkstoffen zur Folge hat.

Der Nachteil der Creme ist die Wirkstoffdichte. Da Wirkstoffe flüchtig sind (was bedeutet, dass sie über die Zeit aus der Creme entweichen), weisen Cremes von vorneherein eine nicht allzu hohe Wirkstoffdichte auf. Cremes enthalten nur so viele Wirkstoffe, wie sie über die Textur für die gesamte Zeit des Verbrauchens speichern können. Da Cremes meist in wiederverschließbaren Tiegeln mit relativ großer Öffnung verkauft werden, würde ein zu hoher Wirkstoffgehalt innerhalb kürzester Zeit entweichen.


 

Mein TIPP: Um die Haltbarkeit sowie die Nährstoffdichte in euren Cremes hoch zu halten, solltet ihr zur Entnahme stehts kleine, eigens dafür erhältliche Spatel verwenden und nicht mit den blanken Fingern in die Tiegel greifen. Auf euren Fingern sind stets natürliche Körperfette aber auch hauteigene Bakterien und eventuell Verunreinigungen vom Alltag, die sich merklich negativ auf die Creme auswirken.

 

Die Ampulle

Um der Haut als Ergänzung zur täglich angewendeten Creme einen Wirkstoff-Booster, haben sich vor allem in der hochwertigen Kosmetik so genannte Ampullen bewährt. Ampullen sind kleine, mit extrem hochdosierten Wirkstoffen gefüllte Glasfläschchen zur Einmalanwendung. Sie sind beim Kauf luftdicht verschlossen und werden bei der Verwendung ‚aufgebrochen‘ und umgehend komplett auf die Haut aufgetragen.

Durch diese luftdichte Aufbewahrung und einmalige Anwendung können die Wirkstoffe selbst in flüssiger Form konserviert werden und wirken in vollem Umfang auf die Haut. Da sie aber relativ teuer und auch eher umständlich in der Aufbewahrung und Handhabung und zu dem auch vergleichsweise höherpreisig sind, werden sie meist nur vereinzelt oder als Kur angeboten.



Die Maske

Als relativ gute Alternative zu den Ampullen zählen Masken. Auch sie haben einen deutlich höheren Wirkstoffgehalt als Cremes (wobei sie nicht mit Ampullen mithalten können) und

können so als ideale, unregelmäßige Ergänzung angewendet werden.

Da aber auch die Masken mittlerweile sehr oft in Einmalverpackungen geliefert werden und sie zudem eine gewisse Einwirkzeit auf der Haut bleiben müssen, werden sie sehr häufig nur beim Besuch im Kosmetikstudio oder extrem unregelmäßig zu Hause verwendet.


 

Mein TIPP: Nachtmaske statt Creme. Mittlerweile gibt es gute, speziell entwickelte Masken die über Nacht auf dem Gesicht bleiben und so die Creme ersetzen. Das erspart das lästige Abwarten einer gewissen Einwirkzeit der normalen Masken, wenn man sie tagsüber anwendet.

 

Das Serum

Und genau hier setzt das Serum zum Siegeszug an. Das Serum besitzt eine ähnlich hohe Wirkstoffdichte wie die Maske, die aufgrund der flüssig bis ölig-flüssigen Konsistenz gut gebunden werden kann. Zudem trägt die Aufbewahrung in eigenen Fläschchen mit Pipette oder aber Dispenser dazu bei, die Wirkstoffe lange im Serum zu halten. Ihre vergleichsweise kleinen Öffnungen, sowie eine Abgabe ohne direkten Hautkontakt vermeidet zu dem die Verunreinigung des Inhalts.



Bei der Anwendung zieht das Serum samt Wirkstoffen extrem schnell in die Haut ein, was es zur idealen Ergänzung in der täglichen Pflege macht. Das Serum wird dabei direkt unter der Creme auf die Haut aufgetragen – das hat den Vorteil, dass sich die Creme noch einmal wie eine Schutzschicht über das Serum legt, wodurch auch der letzte Rest der Wirkstoffe in die Haut einzieht und nicht durch äußere Einflüsse verloren gehen kann.


 

Mein Tipp: Auch auf Reisen ist das Serum ein idealer Pflegeartikel, da die Gefäße samt Inhalt meist kleinere Gebinde als klassische Cremen aufweisen und gerade bei Sommer- oder Skiurlauben aufgrund der hohen UV-Belastung regenerierende Wirkstoffe schnell und hochdosiert in die Haut gebracht werden können.

 

Peeling

Das Peeling ist eine wichtige Ergänzung in der Pflege, um die Haut von alten, abgestorbenen bzw. trockenen Hautschuppen zu befreien, und sie so auf eine danach folgende Wirkstoffaufnahme gut vorzubereiten. Da das Peeling selbst nicht zur Wirkstoffaufnahme gedacht ist und auch zu einem anderen Zweck in einem ganz anderen Pflegeschritt eingesetzt wird, steht es auch nicht zum direkten Vergleich zum Serum.

 

Die Reinigung & das Tonic

Ähnlich verhält es sich mit Reinigung und Tonic. Beide sollten zwar fester Bestandteil der täglichen Pflegeroutine sein, stehen aber in keinem direkten Vergleich zum Serum.

Die Reinigung befreit die Haut sowohl von Kosmetika, wie auch von Verunreinigung und Einflüssen des Alltags sowie über die Haut ausgeschiedene Giftstoffe. Das danach verwendete Tonic beruhigt die Haut, entfernt Kalk (mindert das Spannungsgefühl) und bereitet sie ideal auf die danach folgende Wirkstoffaufnahme vor. Beide Produkte, Reinigung und Tonic, sind nicht dafür gedacht, der Haut direkt Wirkstoffe zuzuführen.

 

Wer sollte ein Serum verwenden und zu welchem Einsatzzweck?

Seren verhalten sich ähnlich wie Handtaschen für Frauen: Die Auswahl ist riesig, die Einsatzgebiete und Anforderungen daran sind dabei aber so unterschiedlich, dass durchaus jede ihre Berechtigung hat. Reicht für die eine die minimalistische Clutch, braucht die andere den voluminösen Shopper und wieder eine dritte schwört auf den sportlichen Backpack. So auch bei den Seren: Die Vorteile der hohen Wirkstoffbindung sowie des schnellen Einziehens in die Haut geben den Kosmetikherstellern viele Möglichkeiten, ein Serum zu kreieren.


Serum mit einem speziellen Wirkstoff

So gibt es Seren, die speziell dafür entwickelt wurden, einen einzigen bestimmten Wirkstoff in hoher Konzentration zu binden und ihn bestmöglich an die Haut abzugeben. Neben den hauteigenen Stoffen wie Hyaluron oder Kollagen, die zu den bewährtesten und wichtigsten Wirkstoffen in der Kosmetik zählen, finden dabei auch andere Klassiker wie Vitamin C oder Aloe Vera Anwendung, aber auch modernere bzw. spezielle Wirkstoffe wie zum Beispiel Niacinamid oder Bakuchiol.


 

Mein Tipp: Wenn du mehr über die beiden spannenden neuen Wirkstoffe Bakuchiol und Niacinamid wissen möchtest, dann schau dir doch die folgenden Blogbeiträge von mir an:

 
Serum für einen speziellen Hauttyp

Des Weiteren gibt es Seren, die mehrere Wirkstoffe in sich vereinen und so speziell für gewisse Hauttypen (Kennst du deinen Hauttyp?) abgestimmt sind. So gibt es Seren, die

trockener Haut feuchtigkeitsfördernde Stoffe genau so gibt wie spezielle Vitamine (zB Jean D'Arcel Feuchtigkeits-Gel gelée hydratante), kühlende Seren die auf die speziellen Anforderungen von gereizter Haut abgestimmt sind (zB Jean D'Arcel Dermal Calming Gel), beruhigende Seren für empfindliche Haut, die Rötungen mildern und zusätzlich eine Schutzfunktion haben (zB Jean D'Arcel fluide anti-rogeur) sowie aufpolsternde Seren für reife Haut, die vor allem die mit zunehmenden Alter vermehrt fehlenden Wirkstoffe Hyaluron oder Elastin beinhalten und oft auch die Collagen-Bildung anregen (zB Jean D'Arcel emulsion lifting immediat Straffungs-Fluid).


Serum für ein spezielles Hautproblem

Seren können auch Heilsbringer für von Hautproblemen oder Hautkrankheiten geplagten Menschen sein. So gibt es eigene Seren zur Anwendung bei Couperose, gegen Pigmentflecken, bzw. auch bei irritierter oder aber ausgetrockneter Haut.


Serum für spezielle Anwendungen

Außerdem können Seren noch zu einem gewissen übergeordneten Zweck oder aber eine

speziellen Anwendungsmethode entwickelt werden. So gibt es eine Vielzahl an Seren rund um das Thema Anti-Aging, Pre-Aging, mit Lifting-Effekt oder aber mit Glow-Formel für einen speziellen Teint. Zur speziellen Anwendung abends gibt es eigene Nachtseren: Über Nacht ist die Haut deutlich weniger äußeren Einflüssen ausgesetzt und setzt zudem einen natürlichen Regenerationsprozess in Kraft. Ein spezielles Nachtserum unterstützt diesen Prozess und nützt die Zeit des Schlafens, in der die Haut besonders aufnahmefähig ist.

 

Seren in der Kosmetik – das Fazit

Seren sind aus der Kosmetik nicht mehr wegzudenken. Zählten sie anfänglich noch eher als Geheimtipp, sind sie aktuell bereits weitläufig bekannt und beliebt. Zurecht, bedenkt man doch die vielen Vorteile von Seren:

-            Hohe Wirkstoffkonzentration

-            Zieht schnell in die Haut ein

-            Angenehme Konsistenz

-            Einfache Anwendung

-            Hygienische, praktische Entnahme

Seren sind also die ideale Ergänzung im täglichen Pflegeritual. Wichtig dabei ist, das richtige Serum für den individuellen Hauttyp (Kennst du deinen Hauttyp?) bzw. das gewünschte Ziel zu verwenden. Gerne unterstütze ich dich bei der Auswahl des passenden Serums für dich – die gesamte Auswahl findest du unter www.wimpernreichat/serum.

 

Alles Liebe

deine Anja

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